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3 Engel für Charlie
© Dezember 2000 The Eye
Da gab es also eine alte Fernsehserie, die offensichtlich bei sehr
vielen Menschen ins Unterbewusstsein eingedrungen ist, und zwar so weit,
dass ein Hollywood-Studio glaubt, daraus noch einen profitablen Film
abstauben zu können. Nun gut. Es ist ja nicht so als ob das nicht
schon mal da gewesen wäre.
Ich hatte die Serie ja nie gesehn, und den Namen Farrah Fawcett (oder so ähnlich) kannte ich auch nur aus dem unsäglich schlechten Auf dem Highway ist die Hölle los. Andererseits .. Die Ästhetik der 70er ist ja unter Umständen eine Schöne Welche (man denke nur an die wundervolle Serie Die Zwei mit Tony Curtis und Roger Moore), und die 3 Hauptdarstellerinnen versprechen zumindest einiges an optischem Genuß, und zwar für jeden Geschmack etwas. Ich persönlich bin ja weder ein Fan von Drew Barrymore noch von Cameron Diaz (es sei zugegeben, ich kann die Frau nicht ausstehn), jedoch versetzt mich der Gedanke an Lucy Liu in tiefst empfundene Begeisterung. Grund genug also, sich den Film anzuschaun. Und siehe da, ein infantiles Blödelstück, wie es herrlicher nicht sein könnte bot sich meinem erstaunten Auge. Die oben erwähnte Ästhetik der 70er auf kunstvolle Weise mit der Technik (ich weigere mich, das Wort "Technologie" falsch zu verwenden) des Jahres 2000 verbunden, eine zwar dämliche aber nichtsdestoweniger lustige Story, 3 Schauspielerinnen, von denen wohl jeder zumindest eine als gutaussehend empfinden wird, sowie Martial Arts vom feinsten (trained by Yuen Woo Ping, verantwortlich für den komplett überschätzten Streifen The Matrix und einen Haufen bei uns leider unbekannter Hong Kong-Juwelen (Fist of Legend, Drunken Master, ...)) kombinieren sich zu einem "Hirn bitte an der Kasse abgeben"-Fest, dem ich eine gewisse Qualität nicht absprechen will. Kurzweilige 99 Minuten auf jeden Fall. | ||||||